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Topologie Forststrasse

Dieses Projekt untersucht unterschiedliche Ansätze zur Erfassung von topologischen (Lage, Exposition, Höhenlage, Segmentattribute, Knotenattribute) und attributiven Eigenschaften (Straßenzustand, Wasserableitung, Nutzung, Rechtsgrundlagen, zeitliche Einschränkungen). Geländeeigenschaften wie Bewaldung, Neigung, Morphologie werden ebenso berücksichtigt wie Umweltbedingungen (Schneesituation, Wettersituation zum Zeitpunkt der Befliegung). Die Ergebnisse mehrerer Varianten der Datenerfassung/-attributierung (Luftbild-Digitalisierung, terrestrische Erhebung durch Befahrung vor Ort, Auswertung von Airborne-Laser-Scan Datenbeständen) werden mit einer Ist-Situation verglichen und finden Eingang in eine Aufwands/Kostenkalkulation.


Abb.1 Erhebung im Herbst/Wintereinbruch


Abb.2 Pilotprojekt, 1655 m.ü.d.M.


Abb.3 GPS - Track


Abb.4 Projektgebiet Ktn. Drautal


Zieldefinition: Ziel der Machbarkeitsstudie ist es, für alle verwendeten Erhebungsverfahren eine Stärke/Schwächen-Analyse (Best Practice) in Bezug auf die zu untersuchenden Parameter zu erstellen und eine Kostenanalyse durchzuführen, um einen verfahrensabhängigen Hektar- bzw. Laufmetersatz zu erhalten.


Abb.5 Erhebungsgrundlage Luftbild
Das Luftbild ermöglicht bessere Orientierung im Gelände und u.a. Interpretation und Klassifizierung von Baumarten.


Abb.6 Erhebungsgrundlage Airborne Laser Scan Daten
Hier zeigt sich deutlich die Überlegenheit des Laser-Scans beim Erkennen von Strassenverläufen in bewaldeten Gebieten.

Fazit: Zusammenfassend kann gesagt werden, dass die Erfassung von präzisen Topologien mit ALS-Daten oder Daten aus einer Luftbildauswertung kostengünstig durchgeführt werden kann. Die besten Ergebnisse werden durch Nutzen der Vorteile beider Verfahren beim Digitalisieren (siehe Grafik) erreicht. Die Österreichische Karte 1:50 000 kann zur besseren Orientierung herangezogen werden, sie erscheint aber als Digitalisiergrundlage aufgrund der Genauigkeit und der hohen Lizenzkosten ungeeignet. Die Attributierung des Straßenzustandes kann nur durch eine Erhebung vor Ort zufriedenstellend durchgeführt werden, jedoch wird dieser Variante wegen der hohen Personal- und Maschinenkosten kein Vorzug gegeben. Alternativ ist eine gutachtliche Bewertung durch ortskundige Personen (Forstbehörde, Agrarbehörden, Jagdbehörden, Strassenerhalter) abzuwägen. Es wird dringend empfohlen, bei Bundes- und Landesdienststellen eine Bestandsaufnahme über bereits bestehende Geodatenbestände von Forststrassen durchzuführen. Die Geodaten und ihre Metainformationen (Aktualität, Genauigkeit etc.) können in ein bundesweit einheitliches Forst-Infrastruktur- und Informationssystem eingebunden und allen Interessenten zur Verfügung gestellt werden.